Bärlauch-Pesto mit Cashew-Kernen

 
Wild garlic pesto

Bärlauch-Pesto

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Eigentlich habe ich noch einen Artikel über selbstgebackenes Brot in der "Schublade", aber am Samstag hat mich Ralf mit einem Bündel Bärlauch überrascht. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie mit Bärlauch gekocht und erst einmal überlegt, was ich damit anstellen könnte, um ein schönes Foto UND ein leckeres Mittagessen zu bekommen. Und Pesto ist zwar kein Kochen im eigentlichen Sinne, aber Zutaten und kalte Speisen sind so herrlich entspannend zu fotografieren. Nichts wird kalt, kein Dampf auf dem Objektiv... Also habe ich mich ans Experimentieren gemacht und die Zutaten für euch aufgeschrieben:


 

Bärlauch-Pesto mit Cashewkernen

 
 

Zutaten

  • ca 50 g Bärlauch
  • 40 g Parmesan
  • 50 g Cashew-Kerne
  • 80 ml Olivenöl
  • evtl. 1 Knoblauchzehe

 

 

Zubereitung

  1. Die Bärlauch-Blätter von den dicken Stielen befreien und mehrmals gründlich waschen und in der Salatschleuder trocknen. Mit dem Küchenhandtuch oder Küchenpapier ganz trocken tupfen.
  2. Die Cashew-Kerne in einer beschichteten Pfanne oder in der actifry ohne Öl rösten, bis sie schön braun sind.
  3. Nun entweder alle Zutaten mit dem Mörser fein reiben oder in den Food-Processor geben und mixen.
  4. Wenn die Konsistenz zu fest ist, weiteres Olivenöl hinzugeben.
  5. Zum Schluss kann man etwas salzen.

Vorsicht: Wer zusätzlich noch pfeffert, hat meine tief empfundene Bewunderung. Das Pesto ist sehr scharf, also lieber vorher probieren. Knoblauch ist eigentlich überflüssig, da Bärlauch (wild garlic) mit dem Knoblauch verwandt ist.

Ob der "Bär-Lauch" seinem Namen alle Ehre macht und euch nach dem Verzehr Bärenkräfte verleiht?

 

Beim Styling des Zutatenbildes habe ich mich für einen natürlichen Look entschieden und die hübschen Blätter (Vorsicht: empfindlich) mit Küchengarn zusammengefasst. Und auch wenn ich zu bequem war und für mein eigenes Rezept den Food Processor benutzt habe, so sieht der dicke Mörser doch weitaus fotogener aus.

 
Pesto in glass jar
Wild garlic pesto
 

Natürlich wäre es kluger gewesen, wenn ich noch etwas Bärlauch für das Bild vom fertigen Pesto übrig behalten hätte, aber so musste eben das Fensterbank-Basilikum herhalten. Das ist gar nicht so schlimm für den Verkauf als Stockbild, denn das klassische Pesto ist ja mit Basilikum - so kann ich das Bild besser verkaufen.

Und so lecker wie das Bärlauch-Pesto mit den frisch selbstgemachten Nudeln geschmeckt hat, werde ich das Rezept sicher noch öfter machen und dann auch ein paar Blätter zurückhalten :-)

Ich hoffe, ihr habt jetzt Hunger bekommen.