Fotografen und Fotobücher: Ein komplexes Thema. Mittlerweile gibt es so viele Anbieter, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Seit ich keine Hochzeiten mehr fotografiere, habe ich eigentlich kaum noch Fotobücher bestellt. Die Bücher, die ich vor ca. drei Jahren für meine Hochzeitskunden gestaltet habe, waren große, beeindruckende Alben in ca. 30 x 40 cm, die ein paar Kilo auf die Waage brachten. Sie wurden in liebevoller Handarbeit in Portugal oder Spanien gefertigt und brauchten Tage oder sogar Wochen Produktionszeit.
Ich habe diese Alben wirklich geliebt und war immer sehr aufgeregt, wenn sie geliefert wurden: Die riesigen Doppelseiten, der Ledereinband, die perfekte Bindung und das Gefühl, ein Produkt für’s Leben anzuschauen.
Aber bei aller Liebe für diese hochwertigen Produkte habe ich heute leider keine Verwendung mehr dafür.
Heutzutage brauche ich nur noch Fotobücher, wenn ich - besonders unterwegs - (potentiellen) Kunden meine Bilder präsentieren möchte. Ich habe zwar immer mein iPad dabei, aber ich merke immer wieder, dass die Leute gern etwas "in der Hand" haben. Ein ausbelichtetes Bild wirkt eben immer noch "realer" als ein Foto auf dem Bildschirm. Außerdem kann man so besser beurteilen, wie das Bild im Druck aussehen könnte. Und für diesen Zweck soll das Fotobuch handlich, erschwinglich (schließlich lasse ich immer wieder neue Büchlein mit aktuellen Arbeiten machen), schnell lieferbar und qualitativ hochwertig sein. Damit meine ich nicht nur die Papier-, sondern auch die Bildqualität. Ich möchte mit einer Firma arbeiten, die die Fotos in hoher Qualität abbildet und mit Farbmanagement arbeitet (ich gebe den digitalen Bildern ein Farbprofil bei, das das Labor dann ausliest. Beim Digitaldruck ist das meist das Profil sRGB).
Cewe-Fotobuch
So stieß ich irgendwann auf das sehr populäre "Cewe Fotobuch", das ich euch heute vorstellen möchte. Ich habe mich für das große Fotobuch mit Softcover in 21 x 28 cm entschieden. So ist es groß genug, um die Fotos noch beeindruckend darzustellen (ich gestalte die Bücher immer nur mit einem Bild pro Seite) und wegen der Größe und des flexiblen Softcovers immer noch klein genug für die Handtasche.
Für alle, die wie ich eine "Man sieht nicht auf den ersten Blick, dass ich Fotografin bin"-Handtasche besitzen, möchte ich noch ergänzen, dass das Fotobuch -oder eher "Fotoheft" - prima in das hintere Innenfach meiner Kelly Moore (2Sues raspberry) passt und dort mit dem iPad kuschelt.