foodphotolove auf dem Stockfood-Blog

Endlich! Die wunderbare Food-Bildagentur Stockfood hat einen Blog. Und schön ist er geworden. Und wer ist gleich ganz am Anfang mir  dabei? Meine Wenigkeit :-)

Es gibt einen Artikel über foodphotolove und einen über meine Cronuts.

Viel Spaß beim Entdecken dieses neuen Sterns am Foodblogger-Himmel.

Screenshot des Stockfood-Blogs

Screenshot des Stockfood-Blogs

Öfter mal was Neues: Foodfotografie mit gezeichneten und gemalten Hintergründen

"Und du fotografierst jeden Tag Essen?", sagte ein Bekannter neulich zu mir und sah mich etwas mitleidig an. "Ist das nicht langweilig?" 

So etwas höre ich nicht zum ersten Mal; für Laien mag es wohl wirklich etwas langweilig klingen, jeden Tag Lebensmittel und Gerichte zu fotografieren. Und am Anfang habe ich auch selbst noch etwas "eintönig" und unkreativ gedacht: Milchreis habe ich ja schon in einer Serie bei Agentur X,  den muss/kann ich jetzt nicht mehr fotografieren. Dabei ist die Foodfotografie so ungemein spannend. Es gibt so viele Stilrichtungen, und mit Farben, Farbkombinationen und immer anderen Props und Accessoires kann man z.B. ein Gericht der 60er Jahre ganz einfach in die Gegenwart katapultieren. 

Voraussetzung für Abwechslung im Portfolio ist aber auch, dass man offen für Neues ist und ständig nach neuen Trends und Inspirationen Ausschau hält. Heute geht es mehr denn je darum, einzigartige Bilder zu schaffen, denn ich möchte ja auch deshalb meine Arbeit immer wieder neu gestalten, weil ich konkurrenzfähig bleiben möchte. Nie gab es international so viele Foodfotografen, aber auch nie so viele Möglichkeiten. Etwas wirklich Neues zu schaffen wird immer schwieriger.

Sweet Paul magazine 12

Sweet Paul magazine 12

So war ich sofort total begeistert, als ich zum ersten Mal die Mischung aus Foodfotografie und Malerei entdeckte: Das Cover des Sweet Paul Magazins Nummer 12 zeigte aquarellierte Federn mit einer echten Feder und Wachteleiern. Wundervoll, zauberhaft.

Ich erinnerte mich daran, dass ich vor Urzeiten sehr gern gezeichnet und mich mit Bleistift, Kohle, Pastell und Airbrush ausprobiert habe. Natürlich bin ich total aus der Übung, aber ich musste ja nicht gleich die Mona Lisa portraitieren, sondern lediglich etwas Obst und Gemüse skizzieren. Also habe ich mir eine Grundausstattung für Zeichnungen und das Malen mit Aquarell- und Pastellfarben gekauft und einfach angefangen. Und was soll ich sagen? Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. 

Solche Bilder erfordern natürlich sehr viel Aufwand an Zeit und Material. Sie sind besonders individuell und werden sich nicht tausendfach verkaufen. Aus all diesen Gründen werden sie auch bei Stockfood Rights Managed verkauft; das ist keine Microstock-Massenware.

Und nun möchte ich euch meine kleinen Kunstwerke zeigen, die mir wirklich viel Spaß gemacht haben. Ich werde meine Foodbilder nun sicher noch viel öfter illustrieren und so meine ganz persönliche Note setzen.

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Lizenz über Stockfood

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Lizenz über Stockfood

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"Cronuts™" oder das Gebäck, über das man kaum sprechen darf

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Eigentlich war ich gar nicht in der Stimmung, etwas Perverses zu tun bzw. zu essen. Bis uns ein Bekannter zum Möbelaufbauen mit einem einfachen Satz lockte: "Ich habe Cronuts™"

Nun lebt man ja als Foodie nicht "under a rock". Ich bin in Sachen Foodtrends immer ganz gut informiert. Und selbst wenn ich etwas verpasse, bekommt es einer meiner Facebook-Freunde oder Pinterest immer mit. Wenn ihr immer noch nicht wisst, worüber ich hier spreche, erzähle ich die Geschichte kurz noch einmal:

Es war einmal ein französischer Bäcker in New York. In Paris aufgewachsen und schon früh vom Papa zum Kochen verführt, besitzt Dominique Ansel heute eine schöne Bakery in New York und hat sich dort längst einen Namen gemacht. So darf er sich seit 2010 zu den "Top 10 Pastry Chefs in the United States" zählen. Und seit Mai diesen Jahres ist seine Bakery nicht nur gut besucht, sondern DER Geheimtipp in New York. Täglich steht eine lange Menschenschlange geduldig vor der Bakery und wartet darauf, zwei (sie sind nämlich limitiert) Fettgebäcke zu erstehen. Keine Apple-Produkte, sondern Fettgebäcke. Für 5$ das Stück gehen sie weg wie geschnitten Brot (kann man das so sagen?). Denn Dominique Ansel hat sich überlegt, wie er ein Stückchen Frankreich mit in sein Repertoire aufnehmen kann und nach 2 Monaten und mehr als 10 Rezepten eine Mischung aus Croissants (Teig) und Donut (Form, Zubereitung) kreiert und "Cronuts™" genannt. Der Croissant-ähnliche Teig wird bei ihm in Traubenkernöl frittiert, in Zucker gewälzt und dann von oben mit einer immer wechselnden Füllung gefüllt, die herrlich zwischen den Teigschichten verläuft.

Und so wurde das Trendgebäck geboren, das zwei Gebäcke und zwei Nationen miteinander vereint, den guten Dominique Ansel mindestens steinreich macht und die Mundwinkel trendverrückter Foodies entgleisen lässt.

Und deshalb darf man eigentlich nicht über Cronuts™ sprechen:

  1. Der Erfinder hat sich sowohl Gebäck als auch Namen markenrechtlich schützen lassen. 
  2. Das Gebäck ist so pervers süß und fett, dass man lieber erst gar nicht darüber sprechen sollte. Außerdem ist es fürchterlich lecker.

Keine Frage also, dass ich schnell zu unserem Bekannten wollte, um "Möbel aufzubauen". Nach getaner Arbeit haben wir das Trendgebäck gekostet. Ich glaube, jeder von uns hat gerade einmal einen vertilgen können. Lecker, aber das musste noch besser gehen. Also habe ich mich schlau gemacht und selbst welche gemacht. Das ist etwas fummelig, aber manchmal will der Heston Blumenthal in mir heraus, und dann garantiere ich für nichts.

Und wenn ich euch noch nicht abgeschreckt habe bzw. ihr einen Zucker- und Fett-Schock und etwas Arbeit nicht scheut, dann macht euch dran:

Cronuts™ - the easy way

Easy, weil ich fertigen Teig benutze. Das ultimative Geschmackserlebnis wird es wohl nur mit selbst gemachtem Croissant-Teig geben, aber dafür ist das Leben nun wirklich zu kurz. Ihr braucht:

  • fertigen Croissant-Teig (ich finde den von Henglein besser als den von Knack & Back)
  • einen großen Topf (ich habe einen gusseisernen genommen) 
  • Öl (bei mir Rapsöl) 
  • ein Zuckerthermometer 
  • ein Schöpfsieb
  • etwas Wasser und einen Pinsel
  • runde Ausstecher (einen großen und einen kleinen)
  • Vanillepudding
  • Spritzbeutel und Spritztülle (z.B. zum Füllen von Berlinern) 
  • Zucker
  • einen Rost zum Auskühlen

Zubereitung

  1. Nehmt den Teig aus der Kühlung und rollt ihn auseinander. Bitte nicht weiter ausrollen.
  2. Legt mindestens 5 Schichten übereinander.
  3. Damit die Schichten schön kleben, bitte immer etwas Wasser mit dem Pinsel auf jede Schicht streichen.
  4. Nun könnt ihr die Cronuts™ erst außen ausstechen und dann mit dem kleinen Ausstecher ein Loch hinein stanzen.
  5. Erhitzt das Öl im Topf und kontrolliert die Temperatur. 180 Grad sind ziemlich perfekt; es darf auch etwas weniger sein.
  6. In das heiße Fett geben und auf jeder Seite ein paar Minuten frittieren, bis sie schön goldbraun sind.  
  7. Auf Küchenkrepp legen und dann noch heiß in Zucker wälzen. 
  8. Vanillepudding in den Spritzbeutel füllen. 
  9. Von oben in den Cronut™  stecken (ca. bis zur Mitte) und ihn mit etwas Pudding füllen. 4 Piekser pro Cronut™.

Voilà, das war einfach. Oder? Hier noch ein paar Impressionen unserer Frittier-Party. Und nun seid ihr dran. Aber sagt hinterher nicht, ich hätte euch nicht gewarnt :-)

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Achtet auf die Löcher oben. Das kann man mit einer Schicht Kuchenglasur oder Schokolade prima kaschieren :-)

Achtet auf die Löcher oben. Das kann man mit einer Schicht Kuchenglasur oder Schokolade prima kaschieren :-)

Ja, es schmeckt wirklich etwas zu gut... 

Ja, es schmeckt wirklich etwas zu gut... 

Die Bilder meiner Cronut-Serie kann man hier bei Stockfood lizenzieren.

Mein erstes Rezeptvideo: Pflaumen-Galette

Jetzt besitze ich schon mehrere Jahre eine digitale Spiegelreflexkamera, die auch tolle Videos machen kann. Und ich habe sogar zwei davon. Aber bis auf das eine oder andere Minifilmchen auf Hochzeiten oder im Urlaub habe ich noch nie ernsthaft ein Video produziert. An diesem Wochenende hatte ich Lust, etwas Zeit, das passende Rezept und einen geduldigen Ehemann als Hand-Model.

Fazit: Es ist anstrengend, zeitaufwändig und macht furchtbar viel Spaß.

Also viel Spaß mit meiner Pflaumen-Galette. Ich bin gespannt, wie es euch gefällt...

Zubereitung einer Pflaumen-Galette