Pancakes: Rezept für meine dicken, fetten Pfannküchlein

pfannkuchen

Pfannkuchen sind ein schönes Thema für die Foodfotografie. Man kann sie von vorn und von oben (ein immer noch sehr aktueller Trend) und mit allen möglichen Zutaten fotografieren. Für die Bilder aus der Vogelperspektive eignen sich ja alle möglichen Pfannkuchen bis hin zu den dünnen Crepes. Aber für den klassischen Pfannkuchenstapel muss ich einfach einen dicken, fetten Pfannkuchen haben; alles andere sieht im Bild eher kläglich aus.

Die dicken amerikanischen Pancakes eignen sich natürlich besonders gut. Ich habe viele Rezepte ausprobiert, aber so richtig geklappt hat es mit den dicken Pfannkuchen erst, als ich mich an den Trick meiner Mutter erinnert und das Eiweiß separat geschlagen habe. Nur so gibt es richtige schön fluffige Pancakes.

Außerdem finde ich es für Konsistenz und Geschmack super, nicht nur Milch, sondern ein Milch-Joghurt-Gemisch zu verwenden.

Backen könnt ihr die Pancakes natürlich in der Pfanne. Da ich für meine Fotos aber schön helle und gleichmäßig gebräunte Pancakes brauche, benutze ich einen elektrischen Crepe-Maker auf mittlerer Stufe. Den müsste ich eigentlich gar nicht einfetten, aber ich öle die Platte trotzdem kurz mit einem in Sonnenblumenöl getunktem Küchenkrepp ein, weil so ein schöneres Muster auf der Oberfläche entsteht.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Rezept. Die Pancakes kann man übrigens auch super einfrieren und dann im Toaster aufbacken.

Rezept: Pancakes American style

Zutaten:

  • 3 Eier
  • 3 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 200 g Joghurt
  • 100 g Milch
  • 150 g Mehl
  • 5 gestrichene TL Backpulver oder ein Päckchen
  • Sonnenblumenöl zum Backen

Zubereitung:

Die Eier trennen und die Eiweiße mit der Prise Salz schaumig aufschlagen, bis sich recht feste Spitzen bilden. Das Eiweiß darf aber nicht brechen und bröselig werden.
In einer anderen Schüssel die Eigelbe mit den anderen Zutaten mischen, bis die Klümpchen verschwunden sind.
Nun die geschlagenen Eiweiße vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben und den Teig circa eine halbe Stunde ruhen lassen.
Jetzt jeweils ca. 1 1/2 bis 2 Esslöffel Teig auf einer leicht geölten Fläche bei mittlerer Hitze zu einem schönen Pancake backen.

Weinprobe: Die Harten und die Zarten

von Hermann Cölfen. Fotos: Elisabeth Cölfen

Einleitung
„Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen.“ So hat Wittgenstein das natürlich nicht gemeint, aber ich entleihe das Zitat hier um zu sagen: Ich habe keine Ahnung von Wein. Nicht dass er mir nicht schmecken würde - ich liebe natursüße Weine sehr - ich kann Wein einfach nicht beurteilen. Ich kann mir aber vorstellen, dass hier unter meinen Blogbesuchern und Foodies Weinfreunde sind, denen ich gern hier und da feine Weine vorstellen möchte. Aus diesem Grund trete ich respektvoll zurück und überlasse den Blog heute meinem fachkundigen Gastautor und Bruder Hermann Cölfen.
Elisabeth Cölfen

Die Harten und die Zarten

Wie wählen Laien, also die, die nicht von Berufs wegen damit befasst sind, Weine aus? Sie greifen zu Produkten, mit denen sie schon vertraut sind, die sie aus dem Umkreis von Familie und Freunden kennen oder die man ihnen empfiehlt. In der Regel probiert man dann im Laufe der Zeit einen Wein nach dem anderen – zu bestimmten Anlässen, bei Festen oder bei Verkostungen und entwickelt dann Vorlieben: „Ich mag nur Weißwein“, „Wein muss süß sein“ oder „Ich finde Rotwein zu bitter“ usw.

Die Fachsprache der Sommeliers ist nicht durchweg verständlich. Unbekannte Fachbegriffe wie „adstringierend“ (rauer, pelziger Geschmack, bei Rotweinen mit viel Gerbsäure; von lat. adstringere = zusammenziehen, weil die Tannine ein Gefühl erzeugen, als ob sich die Mundschleimhäute zusammenziehen) oder „bukettreich“ (viele Duftstoffe) versperren den meisten Verbrauchern den Zugang zu ausführlichen und soliden Bewertungen, sodass sie sich auf wenig hilfreiche, weil zu grobe Zuschreibungen wie „lieblich“ oder „trocken“ beschränken. Dennoch: Das geht schon irgendwie, und wer einen lieblichen Wein bestellt, bekommt in der Regel auch keinen bleischweren Burgunder angeboten. Aber so abstoßend auf den einen oder die andere das ganze Buhei um Weinverkostung und -bewertung auch erscheinen mag: Wein ist ein Produkt, das geschmacklich so schillernd ist wie kaum ein anderes Genussmittel. Und die Vielfalt erfordert eine differenzierte Sprache, wenn man die Unterschiede und Besonderheiten sprachlich beschreiben möchte. Man könnte die wunderbare Vielfalt natürlich auch durch eigenes Schmecken erfahren, nur kann man ohne Sprache diese Erfahrungen nicht mit anderen teilen.

Aus diesem Grund werbe ich zunächst dafür, dem Produkt Wein den Respekt zu zollen, den es verdient. Wer als Winzer abseits der industriellen Einheitssoße der Massenprodukte mit viel Arbeit und Zuwendung Wein produziert, der eigenen Charakter und unverwechselbare Eigenschaften besitzt und hohe qualitative Maßstäbe erfüllt, der hat Anspruch auf eine angemessene und differenzierte Kritik. Wie weit man die bunte Welt der Weine erkunden und wie viel Geld man dabei einsetzen möchte, hängt sicher auch davon ab, ob man Wein überhaupt mag. Denen, die dieses uralte Getränk zu schätzen lernen, eröffnet sich eine unglaubliche Vielfalt an Düften und Geschmacksnoten, und kein Mensch wird alt genug, um alle heute angebotenen Weine zu probieren.

Vor diesem Hintergrund stellen wir Ihnen hier sechs Weine vor, die so unterschiedlich sind, dass für jeden Geschmack etwas dabei sein sollte. Alle Weine wurden uns von der Lifestyle-Agentur Parade Deutschland zur Verfügung gestellt, wo Sie auch weitere Informationen über die Winzer und Weine finden.

Beginnen wir mit den ‚Zarten‘, also den sanfteren Weinen, und kommen dann im Verlauf der Vorstellung zur den kräftigeren. Die ersten drei Weine sind Weißweine, dann folgen zwei Rotweine und schließlich ein Prosecco, der gut auch am Anfang einer solchen ‚Verkostung‘ stehen könnte – schließlich werden Sekt, Prosecco und Schaumweine aller Art in unserer Kultur bis heute vor allem bei festlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstagen, Betriebsfeiern usw. getrunken, und zwar meist zum Anstoßen auf freudige Ereignisse oder Personen zu bestimmten Anlässen. Dadurch wird das perlende Getränk leider oft zum ‚Funktionsgetränk‘: ein, zwei Schlucke, und dann geht es weiter mit anderen Drinks. Um dem hier vorgestellten Prosecco einen gebührenden Platz zu geben, sparen wir ihn uns fürs Finale auf. Wenn Sie später Lust bekommen, uns auf unserer Weinreise mit dem Glas in der Hand zu folgen, könnten Sie dies ja auch in dieser Reihenfolge tun.

Nur zu!

1. Chardonnay, Grave del Friuli DOC, Fernando Pighin e Figli aus Risano 2013

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Dieser rebsortenreine italienische Chardonnay kommt sehr sanft und auch unspektakulär daher: Zuerst muss man ihn eine Zeit lang im Glas schwenken, um die zarten Düfte wahrnehmen zu können. Da ist ein leichter Hauch von Vanille und etwas später dann auch der Duft von Wiesenblumen wahrnehmbar. Auch die sanftgelbe Farbe mit leichten Grüntönen verstärken den Eindruck, dass es sich hier um einen ganz leichten Weißwein handelt, der aber immerhin doch 12,5 % Vol. Alkohol enthält. Grave del Friuli vom Weingut Fernando Pighin & Figli aus Risano (Pavia di Udine) ist ein leichter Sommer- oder Herbstwein mit wenig Säure, also besonders für diejenigen geeignet, die mit säurebetonten Weißweinen Probleme haben. Die Leichtigkeit und das sanfte Zitronenaroma machen ihn, gut gekühlt (um die 11 Grad), zu einem idealen Aperitivwein. Wenn man ihm zum Essen trinken möchte, sind Cremesuppen, Geflügel oder auch nicht allzu stark gewürzte Vorspeisen mit Fisch geeignet.

http://www.pighin.com

2. Cortese, Michele Chiarlo Gavi del Comune di Gavi Rovereto DOCG 2012

Die Rebsorte Cortese, die hauptsächlich im Piemont angebaut wird, ist hierzulande sicher nicht durchweg bekannt. In Italien hingegen ist sie schon länger sehr beliebt; die Weine werden wegen ihrer Fruchtigkeit und dem vergleichsweise geringen Alkoholgehalt (um die 12,5 % Vol.) gern getrunken. In den letzten Jahren wird vor allem der Gavi di Gavi zunehmend exportiert, und das zu Recht. Die Weine des Weingutes Michele Chiarlo gehören zu den besten des Piemont, und der Gavi aus Rovereto überzeugt sowohl beim Bukett als auch im Geschmack. Seine Farbe ist hellgelb mit leichten Grüntönen, und er duftet nach frischem Heu, Blüten und Anis. Die Fruchtigkeit ist deutlich, aber nicht dominant, und zwischen 10 und 11 Grad gekühlt schmeckt er am besten. Nebenbei: Wenn man einen Weißwein in ungekühlte Gläser eingießt, erwärmt er sich sehr schnell um 1 bis 2 Grad. Deshalb sollte man ihn entweder auf 8 Grad herunterkühlen oder die Gläser zuvor im Kühlschrank vorkühlen. Vor allem im Sommer oder in stark beheizten Räumen ist das sehr empfehlenswert.

Der Gavi von Michele Chiarlo kann sehr gut zu Fischgerichten getrunken werden, und er passt zu vielen Gerichten aus der asiatischen Küche oder zu sanften Weichkäsesorten (Camembert).

http://www.michelechiarlo.it

3. Verdicchio, Garofoli Podium Verdicchio Classico D.O.C. Superiore 2011

Der Podium Verdicchio ist der kräftigste der hier vorgestellten drei Weißweine und mit 13,0 Vol. auch der alkoholreichste. Verdicchio ist eine der ältesten Rebsorten in Italien, soll schon seit den Etruskern angebaut worden sein und zeichnet sich durch seine starke Fruchtigkeit aus. Der Podium Verdicchio von Garofoli ist ein perfektes Beispiel für diesen Wein; er leuchtet im Glas goldgelb, und das Bukett duftet nach Pfirsichen, Zitrusfrüchten und Äpfeln, begleitet von leichtem Honigaroma.

Die Fruchtigkeit macht ihn zu einem gut solo trinkbaren Weißwein, der ansonsten sehr gut zu Geflügel, Kaninchen und Fischgerichten passt.

http://www.garofolivini.it

4. Cuveé, Villa Girardi Amarone della Valpolicella 2010

Komme wir zu den ‚Harten‘ – den üppigen Rotweinen: Der Valpolicella aus der Villa Girardi ist ein Cuveé, und mit Cuveé bezeichnet man einen Wein, der aus verschiedenen Rebsorten komponiert worden ist. Das Mischen von zwei oder mehreren Rebsorten hat – wie leider oft vermutet – keinesfalls den Sinn, ‚zusammenzukippen, was weg muss‘ , also Resteverwertung zweiter Klasse zu praktizieren. Das Gegenteil ist der Fall: Durch das Verschneiden (auch Mariage oder Mélange genannt) wollen seriöse Winzer die Qualität ihrer Weine erhöhen, bestimmte Geschmacksnoten verstärken und aufeinander abstimmen. Dieser Vorgang kostet Zeit, benötigt Erfahrung und ist zudem auch entsprechend kostspielig.

Der Cuveé der Villa Girardi gehört zu den besten Rotweinen des Landes und wird sehr aufwändig aus rosinierten Trauben hergestellt. Solche Trauben sind enorm aromatisch und geben dem Wein eine Intensität, die ansonsten nicht erreicht werden kann. Zu den Rebsorten gehören Corvina, Rondinella and Molinara. Nach mehreren Jahren im Holzfass wird der Cuveé dann mit 15 % Vol. in Flaschen gefüllt.
Die aufwändige Herstellung, für die ungleich mehr Trauben benötigt werden als bei der gewöhnlichen Weinproduktion, rechtfertigt auch den deutlich höheren Preis: Das ist ein tiefroter und intensiv duftender Wein, der fast zu schade ist, um ihn beim Essen zu trinken. Er verdient es, im Mittelpunkt zu stehen.

Dennoch wäre er zu Wild, Rindfleischgerichten, aromatischem Käse oder auch gehaltvollen Fischgerichten ideal.

http://www.villagirardi.it

5. Sangiovese, Umberto Cesari Tauleto Rubicone IGT 2008

Dieser überwiegend aus der Rebsorte Sangiovese Grosso (90 %) und (der sehr seltenen) Bursona Longanesi (10 %) hergestellte Tropfen ist ein überaus fruchtbetonter und üppiger Rotwein. Mit 14 % Vol. auch kein Leichtgewicht, was den Alkohol betrifft, läuft er nach dem Einschenken tiefrot und träge an der Innenseite des Glases herab. Das Bukett trägt alle Duftnoten roter Früchte, vor allem die von Kirschen und Waldbeeren. Hier kann man auch schon ahnen, dass der Tauleto Rubicone in Barrique-Fässern ausgebaut worden ist; zwei Jahre bleibt er im Holzfass und wird danach ein halbes Jahr lang in den Flaschen vollendet.

Wie schon der Valpolicella zuvor ist auch der Tauleto ein Wein, der ein Solo verdient. Nur pur genossen lassen sich seine aromatische Vielfalt und Komplexität voll und ganz genießen. Er ist aber so kräftig, dass er auch bei stark gewürzten Braten, Schmorgerichten oder sehr würzigem Käse (zum Beispiel altem Gouda) nicht zu sehr in den Hintergrund tritt.

http://www.umbertocesari.it

6. Prosecco Spumante Dry, Bisol Valdobbiadene Superiore di Cartizze DOCG

Zum Finale also der Prosecco! Hierzulande wird Prosecco gern als Synonym für Sekt missverstanden – völlig falsch. Prosecco war ursprünglich eine Rebsorte aus dem Nordosten Italiens, angebaut in der Provinz Treviso in Venetien. Seit kurzem (2010) ist Prosecco keine Rebsorten-Bezeichnung mehr, sondern eine Herkunftsbezeichnung.

Der Prosecco der Familie Bisol perlt spritzig und fein im Glas, hat eine angenehm kräftige hellgelbe Farbe und duftet nach reifen Äpfeln, Birnen und Pfirsichen. Ich habe seit Jahren keinen so großartigen Prosecco getrunken: Diese Flasche stellt man nicht wieder weg, bevor sie geleert ist. Geschmack und Perlage (Perlenbildung) harmonieren perfekt, und mit einer für einen Spumante Dry typischen Zuckermenge von 23 Gramm/Liter ist er sicher für die meisten Liebhaber von Prosecchi ein Genuss – nicht zu süß, nicht zu trocken … wunderbar.

Diesen Prosecco muss man auf jeden Fall zunächst ganz ohne Essensbegleitung probieren. Darüber hinaus kann man ihn aber ganz ausgezeichnet zu (nicht zu süßen) obsthaltigen Desserts oder Gebäck trinken.

Ein perfektes Getränk zur Eröffnung und zum Finale – ganz gleich, um welchen Anlass es geht.

http://www.bisol.it